Die Geschichte der Familie Frank geht bis in die Zeit der Frankfurter Judengasse zurück. Sie erzählt vom Leben im Ghetto, der jüdischen Aufklärung und Emanzipation wie auch der Erfahrung von Krieg, Flucht, Exil und vom Trauma der Schoa.

Porträt von Süßkind Stern, ein Vorfahre der Familie von Anne Frank, aus dem Jahr 1671
Porträt von Süßkind Stern, ein Vorfahre der Familie von Anne Frank, aus dem Jahr 1671

Die Vorfahren der Familie Frank lebten mindestens seit dem 16. Jahrhundert in der Judengasse. Sie hießen nicht Frank, sondern Cahn und Stern. Auch Süßkind Stern gehörte zu den Vorfahren der Franks. In der jüdischen Gemeinde des 17. Jahrhunderts genoss er hohes Ansehen. Heute ist sein Porträt im Museum Judengasse ausgestellt. Es ist das älteste Bildnis eines Frankfurter Juden.

Der Name Frank tauchte erst im 19. Jahrhundert in der Familiengeschichte auf. Süßkind Sterns Enkelsohn August Stern wurde mit Cornelia Cahn verheiratet. Als deren Tochter Alice sich 1886 mit Michael Frank vermählte, nahm sie seinen Namen an. Die beiden bekamen vier Kinder, darunter Otto Frank. Nachdem er als einziger seiner vierköpfigen Familie die Schoa überlebt hatte, gab er das Tagebuch seiner Tochter Anne Frank heraus.

Familienmitglieder