ENTFÄLLT: Artist Talk mit Dana Levy

Di. 13.11.18 / 18:00 Uhr

Filmstill aus Dana Levys Arbeit "Still among us".

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Frankfurt, Untermainkai 14, 60311 Frankfurt am Main

Der Talk mit Dana Levy muss leider krankheitsbedingt ausfallen.

 

Drei Orte, drei Generationen, wenig Gewissheiten – die Videoarbeiten von Dana Levy  

Im historischen Rothschild-Palais werden drei Videoarbeiten Dana Levys präsentiert, die räumlichen oder zeitlichen Spuren von Vergangenem nachgehen und deren unheimlich-spannungsreiche Präsenz in der Gegenwart beschreiben. In „This Was Home“ (2016) wirft die Künstlerin einen persönlichen Blick in die Vergangenheit ihrer Familie und begleitet die Protagonisten der Arbeit – ihren Großvater und ihren Vater – auf die Reise zu ihren Herkunftsorten in Sosnowiec und Cairo. In der dreiteiligen Videoinstallation vereint sie die Reflektion ihrer Verwandten über Zugehörigkeit und Entwurzelung mit ihren eigenen Gedanken und Perspektiven, die eine dritte zeitliche und räumliche Ebene der Videoarbeit entfalten.

Die Reflektion über Distanz und Verbundenheit erstreckt sich auch auf ihre Arbeit „The Fountain“ (2011). Darin verknüpft Dana Levy das Motiv der Verwurzelung mit dem der Entwurzelung und spielt mit dieser Verbindung nicht nur auf die biblische, sondern auch auf die moderne jüdische Geschichte Frankfurts an. Das Video zeigt, wie ein Pinienbaum von einem Kran in Zeitlupe aus dem Wasser gezogen wird. Fast scheint es, als würde der entwurzelte Baum schwerelos über dem Wasser zu schweben und dessen Reflektion zuletzt kaum noch zu berühren.

Die Lebendigkeit unbewegter Dinge variiert Dana Levy in der Arbeit „Silent among us“(2008). Dort werden die Präparate eines naturkundlichen Museums zum Leben erweckt. Weiße Tauben fliegen durch die Ausstellungsräume und lassen sich gelegentlich auf den Vitrinen ihrer Artgenossen nieder. Sie scheinen in diesem künstlichen Raum zu einer Verkörperung des lebendigen Museums zu werden.
Dana Levy wurde in Tel Aviv geboren und lebt und arbeitet in New York. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen für ihre Arbeiten, zuletzt im Jahr 2017 den City of Budapest talent Award, 2013 den Beatrice Kolliner Young Artist Award des Israel Museums und 2008 den Young Israeli Artist Award.

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