Artist Talk mit Ilana Salama Ortar

Mi. 14.11.18 / 18:00 Uhr

Glaskunstwerk "Encapsulation" von Ilana Salama Ortar
CaEncapsulationsulim von Ilana Salama Ortar © Ilana Salama Ortar

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Frankfurt, Untermainkai 14, 60311 Frankfurt am Main

Treffen Sie die Künstler*innen der zeitgenössischen Kunstausstellung im Rothschild-Palais. Im Rahmen der täglichen Artist Talks während des Open House Events haben Sie auch die Gelegenheit, mit den Kurator*innen des Jüdischen Museums ins Gespräch zu kommen.

Eintritt frei

Ilana Salama Ortar: „Capsulim“ (2013)

Die Installation „Encapsulation“ (dt. wörtlich: Einkapselung) von Ilana Salamar Ortar  (2013) thematisiert den Prozess einer Reifung, der zugleich auch eine Veränderung darstellt. In Vasen-ähnlichen Behältern wurden Objekte oder Schriften eingelagert, die persönliche Zeugnisse der Künstlerin sind. Mal handelt es sich um den Stoffrest einer Web-Arbeit ihrer Großmutter, der sie an die verlorene Heimat erinnert. Mal um eine Zeichnung der Künstlerin selbst, die sie erst zerstört hat, um sie anschließend mit einem Metallfaden wieder zu verbinden.

Nicht nur die Materialität ihrer persönlichen, in den Glasgefäßen eingeschlossenen Zeugnisse, sondern auch die mit ihnen verbundenen Erinnerungen unterliegen einem langsamen Veränderungsprozess. Die ausgestellten „Capsulim“ sind deshalb von zentraler Bedeutung im Gesamtwerk der Künstlerin, das Formen der Veränderung reflektiert. In ihnen werden Fragmente aus ihren partizipativen Installationen, Zeichnungen, Gemälden, Dokumentar- und experimentellen Filme sowie Architekturmodellen aufbewahrt. Die meisten Arbeiten von Salamar Ortar beziehen sich auf den Ort, in dem sie arbeitet. Da die Künstlerin nun in Frankfurt lebt, ist es nur konsequent, dass ihre „Capsulim“ ihr nun aus Israel nachgefolgt sind.

Ilana Salama Ortar, 1949 in Alexandria geboren, musste 1952 mit ihren Eltern aus Ägypten fliehen. Nach temporärem Aufenthalt in „Le Grand Arénas“, einem Auffanglager sowohl für die Flüchtlinge aus Nordafrika als auch für Überlebende der Schoa, kam sie schließlich nach Israel.

 

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